Clouds

Multimedia-Installation | Schrannenhalle 2012 | München

Bitte installieren Sie den Flash Player um alle Bilder betrachten zu können.

Multimedia-Installation | Schrannenhalle 2012 | München

Per Videobeamer, LEDs und 20.000 Schnüren wird ein 20 auf 60 Meter großes Himmelszelt in Echtzeit in den Luftraum der Schrannenhalle gezaubert.

Michael Peter Pendry läßt skukpturale Wolkenformationen in der historischen Markthalle entstehen: 30 Meter-Bahnen aus nicht weniger als 47.000 Metern Polyurethan - Strängen hängen von der Decke, vier Meter hoch und bis zu 7 Meter breit. 

 

Münchens typische Akustik

Die weißen Schnüre wurden eigens von einer kleinen Seilerei nahe Leipzig produziert. Sie dienen als Projektionsfläche zu vielen Assoziationen, die Michael Peter Pendry zu Bayern hat. Die gehen, wie CLOUDS. zeigt, weit über den Himmel hinaus. In den Wolken erscheinen Bilder und Assoziationen.

Die Halle wird in unterschiedlichste Farben getaucht, von himmelbau über abendrot bis hin zu einer sternklaren schwarzen Nacht, ein Tag-Nachtwechsel, Wetter und Geräusche der Stadt entstehen in einem ganz eigenen Zauber..

Die Installation ist allerdings undenkbar ohne die Sound-Collage, die er in Zusammenarbeit mit der Münchner Band DIGITAL HAZE eigens dazu erstellte. Tagelang durchstreiften sie München, um die typische Atmosphäre, Geräusche und Töne einzufangen, die später als Geräuschkulissen durch den Raum rauschen werden – Windhauch, Vogelgezwitscher, Hundegebell, die Glocken von St. Peter, Trambahnen, Viktualienmarkt. „Das fügt sich“, so die Idee des Künstlers, „in die Geräuschkulisse der Markthalle ein“. Für den Besucher verschwimmen so die Realität und die Klangwelten der Installation.

 

Kunst zu den Menschen bringen

Kunst direkt zu den Menschen zu bringen, auch an Orte, die man spontan kaum damit verbindet, ist Michael Peter Pendrys Anliegen. Den Münchnern gut bekannt wurde er bereits 2009 vor allem durch seine Lichtinstallation „Stern des Südens“, eine Licht- und Video-Installation an der Windkraftanlage Fröttmaning direkt gegenüber der Allianz-Arena. Weitere Installationen erarbeitete er für Kirchen sowie für ambitionierte Gastronomie-Objekte.

Dass er die Menschen direkt erreichen möchte, erklärt sich aus seiner „Theaterseele“, wie er sagt: Der 38jährige studierte Bühnenbild in Rosenheim und arbeitete am Münchner Residenztheater und den Kammerspielen. Pen­drys Kunstprojekte sind also weit mehr als starre Installationen: Sie sind Inszenierungen, spielerische Irritationen der Alltagswahrnehmungen, bei der die Zuschauer und Zuhörer mehr sind als nur Statisten oder Konsumenten.