Sacre Coeur

Licht&Video Installation | St.Martin| Moosach 2007

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Eine Licht-Videoinstallation im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen | St.Martin, München Moosach | Oktober 2007

Der Kirchenraum als Ort der Ruhe, der Geborgenheit, ein Ort der Torst spendet und beschützt.
Die Lichtinstallation "Sacre Coeur" spielt mit diesen traditionellen Bildern und führt sie bewusst ad absurdum.

Die architektonisch sehr nüchtern gehalten Absiss der Pfarrkirche St.Martin in Moosach ist lediglich mit einer 1.40 m breiten und 8 m  hohen Steele versehen, deren Farbe sich den lithurgischen Farben des Kirchenjahres anpasst. Dieser ansonsten schmucklose Altarraum wird mit einer überlebensgroßen Projektion eines menschlichen Auges bespielt. Das Göttliche Auge, in der kirchengeschichtlichen Darstellung immer symbolisch als Relief, Fresko oder z.B. im Atlarbild  in Öl ausgeführt, wird als reales Abbild auf die Wand per Videobeamer projeziert. Das Göttliche Auge blickt vom Altarraum in den dunklen, sphärisch und punktuell beleuchteten Kirchenraum. Es blickt wohlwollend, gütig, wissend, beobachtend?

Von Ferne erklingen sakrale Töne und Gesänge, ein leises, beruhigendes Atmen. Der Odem, der Leben spendet. Eine Atmosphäre voller Mystik und Zauber, die das Kirchenschiff der Pfarrkirche in einem völlig neuen, unerwarteten "Licht" darstellt.

Das Göttliche Auge in zentrale Position der Absiss, die Geräusche, das Atmen…vielleicht ein leiser Pulsschlag, der langsam anschwillt. All das erweckt den statischen Raum zu einem fast " lebendigen Organismus". Die Kirche als Symbols des Lebens, allumfassend, ergreifend, mystisch, vielleicht auch etwas beängstigend.

Der Pulsschlag wird langsam lauter, schwillt an und für wenige Sekunden durchzucken rote, leuchtende Adern im Rhythmus des Pulsschlags, ausgehend vom Altar, dem Herzstück der Kirche, den Kirchenraum. Alles pulsiert, lebt, atmet…
Der Reigen aus Licht und Ton klingt wieder ab und das Göttliche Auge blickt einzig in den sphärischen, dunklen Raum.

Dieser Spannungsbogen baut sich im Laufe des Abends immer wieder auf ( ca. 5 mal pro Stunde) im ständigen Wechsel, im Auf und Ab des Lebens.